Hintergrund: Systemstabilität als Wert in Krisen- und Boomzeiten

Hauneck, München (transport logistic) 12.05.2009 24plus logistics network gilt als eines der stabilsten Stückgutnetze. In normalen Zeiten ist der Nachrichtenwert der Systemstabilität nicht allzu groß. Dies ändert sich jedoch in Krisenzeiten. Die Systemstabilität und Kontinuität von 24plus sind das Ergebnis vieler strategischer Weichenstellungen.

Offene Kooperation

24plus-Partnern ist es gestattet, bis zu 49 Prozent ihres akquirierten Stückgutes kooperationsfremden Speditionen zur Zustellung zu übergeben. Dies führt zu einem gesunden Wettbewerb innerhalb der Kooperation.
Verpflichtende Qualitätskriterien und Audits

24plus-Partner verpflichten sich zu gemeinsamen Qualitätsstandards und werden mindestens einmal jährlich intern und regelmäßig extern auditiert. Die laufende Überwachung der Zustellqualität erfolgt auf Basis eines Management-Informationssystems.

Begrenzter Einfluss von Konzernen

Jeder 24plus-Gesellschafter verfügt lediglich über eine Stimme in der Gesellschafterversammlung – unabhängig davon, wie viele Depots er in die Kooperation eingebracht hat. Dies begrenzt den Einfluss weniger großer Partner. Speditionen jeglicher Größe und Ausrichtung auf Augenhöhe 24plus ist überwiegend mittelständisch organisiert. Einige Standorte sind jedoch Niederlassungen börsennotierter Logistikkonzerne. Kühne + Nagel ist mit einem Haus, Logwin mit vier Häusern in der Kooperation vertreten. Auch unter den Partnern gibt es Größenunterschiede. Die kleinsten 24plus-Partner sind etwa 80 Mitarbeiter stark, die größten mehrere Tausend. 24 Partner sind inhabergeführte Speditionen ohne Niederlassungen, 27 sind inhabergeführt und besitzen Niederlassungen. Elf 24plus-Partner werden von einem Management geführt. Einige Partner sind reine Stückgutspezialisten, für andere wiederum spielt das Stückgut nur eine untergeordnete Rolle, etwa als Ergänzung zur Kontraktlogistik. Gleichwohl verpflichten sich die Systempartner, einander auf Augenhöhe zu begegnen und respekt- und vertrauensvoll zu kooperieren.

Direktverkehrsfähigkeit als Aufnahmekriterium

Ein wesentliches Aufnahmekriterium ist die Fähigkeit eines Partners, zumindest einige wenige Direktverkehre zu anderen 24plus-Partnern zu installieren. Hierdurch soll eine Paarigkeit der Sendungsmengen und ein Geben und Nehmen erreicht werden.

Eine Kooperation für ein Europa

24plus unterscheidet nicht zwischen Partnern im Inland und Partnern in Europa. Alle Partner haben dieselben Rechte und Pflichten. Europapartner übernehmen in ihrem Land (oder, bei kleineren Ländern, in ihrer darüber hinausgehenden Großregion) Hubfunktionen.

Zweistufiges Verkehrsnetz

24plus arbeitet auf Basis eines zweistufigen Verkehrsnetzes. Jeder Partner muss dabei täglich das Zentralhub bedienen. Die Bedienung der deutschen Regionalhubs und der Aufbau von Direktverkehren ist erwünscht. Im Jahr 2008 wurden im Zentralhub 162.000 Tonnen, im Regionalhub Süddeutschland in Heilbronn wurden 45.000 Tonnen und im Regionalhub Norddeutschland in Langenhagen bei Hannover wurden 42.500 Tonnen Stückgüter umgeschlagen. Damit liefen 13 Prozent aller Sendungen im 24plus-Netz über Hubs, während 87 Prozent über Direktverkehre abgewickelt wurden. Über ihren Hubverkehr erreichen die 24plus-Partner mit einem einzigen Lkw Flächendeckung in ganz Europa. Direktverkehre sind hingegen wirtschaftlicher als Hubverkehre. In der Konjunkturkrise jedoch bietet das zweistufige Verkehrsnetz Möglichkeiten der Verkehrsverlagerung. Mengen nicht ausgelasteter Direktverkehre zwischen den Depots lassen sich situativ oder dauerhaft auf Zentral- oder Regionalhubverkehre verlagern.

Kontinuität in Management und Aufsichtsgremium

24plus-Geschäftsführer Peter Baumann arbeitet seit 1996 für 24plus und wurde 1998 zum Geschäftsführer berufen. Auch die Mitglieder des Aufsichtsrates sind langjährig an Bord. Olaf Bienek (geschäftsführender Gesellschafter der Kunzendorf Spedition GmbH, Berlin), ist seit dem Jahr 2001 Sprecher des Aufsichtsrates und gehört dem Aufsichtsgremium seit 1998 an. Kees Kuijken (Geschäftsführer der KLG bv, Venlo) und Bernd Vaas (Geschäftsführer der Betz International GmbH, Reutlingen) als weitere Mitglieder des Aufsichtsrates versehen ihre Ämter bereits in der zweiten jeweils zweijährigen Amtsperiode.

Nachhaltiger Aufbau neuer Partner

Neue Partner müssen vom ersten Tag an die Qualitätsrichtlinien der Kooperation einhalten, werden aber behutsam aufgebaut und erhalten vor allem bei der Datenintegration die Unterstützung der Systemzentrale. Die Nachhaltigkeit des Netzaufbaus hat Vorrang vor der Wachstumsgeschwindigkeit.

Schlanke Systemzentrale

Die Systemzentrale von 24plus hat mehrere Aufgaben. Sie koordiniert den Umschlag im Zentralhub, betreut das Qualitätsmanagement und die Statistik, entwickelt neue Produkte, verantwortet das Gruppenmarketing und die Kommunikation, entwickelt das Netz weiter und treibt den geografischen und qualitativen Systemausbau voran und steuert zentrale IT- und Fortbildungsprojekte. Darüber hinaus knüpft die Systemzentrale als Dienstleistungszentrum für die Mitglieder im Bedarfsfall Kontakte zu Schulungszentren, Software- und Systemintegratoren, Rechts- und Unternehmensberatern, Patentanwälten, Personalentwicklern und vielen anderen Dienstleistern. Die Systemzentrale ist mit zehn Mitarbeitern schlank besetzt, die Fixkosten sind entsprechend niedrig und mittelstandsfreundlich.

24plus Systemverkehre

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